BfM-Fraktion informiert sich vor Ort bei den Betroffenen

Es gilt ein Meckenheimer Kleinod zu erhalten

 

Da die derzeitigen verwaltungsseitigen Planungen zur Schaffung eines neuen Gewerbegebietes entlang der K 53 die Existenz der Zuchtanlage des 50 Jahre alten Kleintierzuchtvereins Meckenheim-Altendorf e.V. bedroht, hat die Fraktion der Wählervereinigung Bürger für Meckenheim (BfM) die Gelegenheit genutzt, im Vereinshaus des Vereins eine öffentliche Fraktionssitzung abzuhalten, um sich vor Ort und aus erster Hand durch die Betroffenen informieren zu lassen!

 

Zum Schwerpunktthema „Kleintierzuchtverein“ stellte das einzige noch lebende Gründungsmitglied, Bernhard Cramer, sehr eindrucksvoll die Geschichte des Vereins und insbesondere der Entstehung der jetzigen Zuchtanlage dar.

 

Hierbei wurde deutlich, dass es schon damals keine Alternative zum jetzigen Standort gab und man schon froh sein mußte, wenigstens dieses mit Altlasten behaftete Gelände auf einer ehemaligen Müllkippe von der Stadt pachten zu können. Weiterhin wurde deutlich, welche unermüdliche Eigeninitiative, immense Eigenleistung und hohen finanziellen Eigenmittel zum Bau und zur Erhaltung der Anlage bisher durch den Verein erbracht bzw. investiert wurden. Außer der Bereitstellung des Pachtgeländes hat der Verein keine weiteren Leistungen der Kommune erhalten bzw. in Anspruch genommen. Selbst wenn es heute ein Alternativgelände gäbe, würde die Kündigung des Pachtvertrages auch zwangsläufig das Ende des Vereins bedeuten, denn der Umfang der bisher erbrachten Eigenleistungen und Eigenfinanzmitteln ist in der heutigen Zeit nicht zu wiederholen. Durch die jährlichen Pacht- und Grundsteuerzahlungen ist dieser Verein vermutlich einer der wenigen Vereine, die regelmäßig Geld an ihre Kommune bezahlen. Obwohl der Kleintierzuchtverein in Meckenheim eher weniger bekannt zu sein scheint, ist er aber aufgrund seiner vorbildlichen Zuchtanlage sowie seiner bisher erzielten überregionalen, nationalen als auch internationlaen Erfolge bzw. Titel weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus bekannt. Meckenheim besitzt mit dem Kleintierzuchtverein ein wirkliches Kleinod und einen überregional anerkannten guten Botschafter unserer Stadt.

 

Im Fortgang der weiteren Planungen und Entscheidungen zum neuen Gewerbegebiet kann und darf es nicht sein, dass die Verwaltung über die weitere Existenz dieses Vereins ohne vorherige intensive politische Diskussion bzw. entsprechende Grundsatzentscheidung des Rates entscheidet. Aus Sicht der BfM darf Eigeninitiave, Eigenleistung und finanzielles Engagement von Bürgerinnen und Bürgern nicht bestraft werden. Zur Erhaltung des Meckenheimer Kleinods sollte ein Konsens zwischen allen Beteiligten erfolgen, der einerseits den Fortbestand des Kleintierzuchtvereines und seiner Zuchtanlage am jetzigen Standort sichert, andererseits aber auch Raum für ein großzügig angelegtes Gewerbegebiet bietet. Aus Sicht der BfM ist beides möglich und sollte auch gelingen, wenn alle mitmachen.

 

 

Pressemitteilung 036/2012 der Wählervereinigung Bürger für Meckenheim (BfM)